2009

Wir schreiben das Jahr 2008. Genauer gesagt ist es Dezember und Weihnachten steht vor der Tür. Zwei junge Einheimische entspannen nach einem erfolgreichen Snowboardtag auf der schönsten Apres-Ski Terrasse des Saanenlandes und lassen einen anstrengenden Tag bei einem guten Drink ausklingen.
Sie besprechen so einiges, unter anderem auch, dass das Slide Disaster, bei dem sie viele Jahre dabei waren (als Helfer und Teilnehmer), in diesem Jahr zum letzten Mal stattfinden wird. Sie bedauern diesen Entscheid, haben sie doch jedes Jahr viel Zeit und Mut investiert, um nach der knapp zehn Sekunden dauernden Fahrt mehr oder weniger heil unten anzu­kommen. Gleichzeitig verstehen sie den Entscheid, da sie das OK und dessen Philosophie kennen.
Es wird diskutiert und besprochen, bis sie auf die Idee kommen etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, aber bloss reden kann jeder. Zuhause kommt Ruhe in die Sache und erst ca. zwei Wochen später ruft Valerie Dominik an, und fragt: „Ziehen wir das jetzt durch?" Nach einigen Tagen Bedenk Frist, beginnen beide zu rechnen und abzuklären. Sie merken, dass dies zu zweit unmöglich zu schaffen ist. So werden langjährige Freunde (Raphael Wenger, Stephan Tschanz, Patrash Eglin und Janine Egger) ins Team geholt.
An Silvester wird bekannt gegeben, dass in diesem Frühling das erste Rock The Village Festival stattfinden wird. Die anwesenden Freunde reagieren mit anständiger Kenntnisnahme, glauben aber noch nicht so recht daran. Selbst einzelne Personen im OK sind noch nicht so recht vom Gelingen der Sache überzeugt ;-) behalten dies aber für sich.
In kürzester Zeit wird ein Sponsorendossier geschrieben und alles unternommen, um die Sponsoren von der Idee zu überzeugen, was (auch zur Überraschung des Organisationskomitees) sehr gut funktioniert. Die Unterstützung des einheimischen Gewerbes ist fantastisch. ©
Parallel dazu werden Abklärungen mit der Flugplatzgenossenschaft, den Behörden und sogar dem Bund getätigt. Dies zeigt, dass es gar nicht so einfach ist, so einen Anlass zu organi­sieren. Doch auch von Seiten der Gemeinde und des Regierungsstatthalters stösst die Idee auf offene Ohren und Unterstützung, sodass zwei Wochen vor dem Event alle nötigen Bewilligungen vorliegen.

Der Aufbau beginnt mit Hilfe von Freunden, welche zum Teil eine ganze Ferienwoche opfern. Schnell wird festgestellt, dass es nicht einfach ist, dreissig Leute zu koordinieren, wenn man etwas zum ersten Mal auf die Beine stellt.
Am 15. + 16. Mai 2009, öffnet das Festival zum ersten Mal seine Tore. Fehler und Probleme sind nicht zu vermeiden, doch am Ende sind alle zufrieden und das OK überglücklich und sichtlich stolz, dass sie diese Herausforderung im jungen Alter von durchschnittlich 18 1/2 Jahren gemeistert haben.

So gesehen, ist das Rock The Village Festival ein Beweis dafür, dass eine „Schnappsidee" nicht unbedingt mit den Gläsern abgeräumt werden muss in denen sie serviert wurde.

2010

Nach einer kurzen Sommerpause sind sie sich einig, dass es auch im Jahre 2010 ein Festival geben wird. Zu enge Terminpläne und der Bund zwingen zwei Mitglieder das OK zu verlassen. Diese Leute werden ersetzt durch Andreas Hauswirth für die Elektrik, Beat von Allmen für die Graphik und Nicole Kohli für das Sponsoring. In vergrösserter Formation plant man die Ausgabe 2010. Es wird versucht, nicht die gleichen Fehler wie im vergangenen Jahr zu machen, denn bekanntlich soll man ja aus diesen lernen.

Am High Fly 2010 hat das Rock The Village die Möglichkeit erhalten, ein eigenes Zelt mit Band und Livemusik zu stellen. Das OK engagiert innert kürzester Zeit zwei Bands des vergangenen Rock The Village Festivals. Beim Aufbau steht das Zelt zum Glück schon, nur die Bühne, Bar, Soundsystem und Deko muss installiert werden. Bis kurz vor der Öffnung der Türen wird „gehandwerkelt". Doch wir können beim Publikum einen guten Eindruck hinterlassen und hoffen, dass die Werbung angekommen ist.

Im Jahre 2010 wird bereits bei der zweiten Ausgabe die Grenze von 1'000 Besuchern überschritten. Dies vor allem auch dank den vielen treuen Freunden, die als ehrenamtliche Helfer viele Stunden investieren. Und natürlich auch dank den Sponsoren, die sich nicht lumpen lassen, unsere Sache zu unterstützen.

 

2011